Autofahrer demoliert BI-Schild

Wir konnten gestern live miterleben, wie ein Autofahrer auf der Ebnater Steige von der Straße abkam und in unser BI-Schild krachte.

Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich nicht um ein Attentat seitens eines Befürworters des Ausbaus, sondern nur um einen normalen Verkehrsunfall. Nichtsdestotrotz muss die Steige jetzt eine Zeit lang ohne Banner auskommen, bis wir ein neues drucken lassen und aufstellen können.

In der Zwischenzeit wäre es natürlich nett, wenn sich engagierte Ausbaugegner*innen stundenweise mit einem von uns zur Verfügung gestellten Banner neben die Steige stellen würden ... ;-)

 
Artikel im Kocherburgboten vom 29.1.2026
Artikel im Kocherburgboten vom 29.1.2026

Ein Fastnachtsstreich?

Liebe UnterkochenerInnen,

im Kocherburgboten vom 29.1.2026 ist lesen, dass der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis abgestimmt mit dem Landratsamt Ostalbkreis / untere Naturschutzbehörde und dem Grünflächenamt der Stadt Aalen dieses Frühjahr am Knaupes eine sog. "Heckenpflege" durchführt.

Bei dieser "Heckenpflege" handelt es sich tatsächlich um das eher ökonomische als ökologische Projekt "Heckenpflege zur Hackschnitzelbefeuerung", kurz Heckhack genannt, bei dem mit großen Maschinen ganze Heckenabschnitte radikal bis zum Boden abgeholzt werden.

Der ökologische Sinn dieser Maßnahme ist bei UmweltschützerInnen hoch umstritten.

Was aber für die BI noch wichtiger ist:

In diesem Frühjahr führt das RP Stuttgart eine sogenannte "Umweltverträglichkeitsprüfung" der verschiedenen Streckenvarianten für sowohl Ortsumfahrung als auch den unerwünschten Ausbau der Ebnater Steige durch.

Dabei werden unter anderem auch die Hecken am Knaupes auf das Vorkommen geschützter Arten hin untersucht, speziell auch solche der bedrohten Haselmaus. Diese hält einen sehr langen Winterschlaf bis in das späte Frühjahr und zwar in ebensolchen Hecken, wo sie auch das Jahr über lebt.

Wenn nun der LEV Ostalbkreis mit schwerem Gerät dort ganze Teilstücke der Heckenhabitate radikal abholzt, um Hackschnitzel daraus zu machen, geht es der Haselmaus an den Kragen.

Dann wird sich zur Zeit der Umweltverträglichkeitsprüfung durch das RP keine Haselmaus, die auch nur noch einen Rest von Stolz hat, mehr dort finden.

Und das könnte dann dazu führen, dass die von Unterkochen und Aalen abgelehnte ortsnahe Trasse über den Knaupes Realität wird, weil es seitens des RP keine Umweltbedenken dagegen gibt.

Denn die wurden ja vom LEV strategisch günstig bereits im Vorfeld aus dem Weg gehäckselt.

Wir fragen uns: ist das nur Ignoranz oder doch schon böse Absicht?

 

 

Was auch noch wichtig ist:

Ein großer Teil der UnterkochenerInnen ist zu Fuß unterwegs, darunter Kinder und ältere Menschen, die vom Verkehr besonders gefährdet sind. Und von den AutofahrerInnen fahren die meisten am Tag genau zwei Mal, einmal zur Arbeit und einmal von der Arbeit nach Hause. Der Rest des Verkehrs, der durch Unterkochen fließt, sind Durchreisende z.B. auf dem Weg zur A7. Das sind über 10000 Fahrzeuge am Tag (laut Zählung Ebnater Steige).

Es gibt schon unzählige Ortschaften auf dem Härtsfeld, im Remstal, u.s.w., in denen durchgängig Tempo 30 geboten ist. Dort ist keinerlei nachteilige Wirkung für die ortsansässigen Geschäfte und die BewohnerInnen festzustellen.

Warum geht das nicht auch in Unterkochen ?

 

 

Langsamer ist leiser !

Die BI fordert den Ortschaftsrat auf, den Antrag auf Tempo 30 erneut zu prüfen und ihn auch zu verwirklichen. So lange täglich über 10000 Fahr­zeuge durch Unterkochen fahren, brauchen wir schnelle und wirksame Maßnahmen.

 

Einige falsche Annahmen zu Tempo 30 aufgeklärt

"Tempo 30 führt zu einer Verschlechterung beim Durchgangsverkehr"

Eine Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit hat in den meisten Fällen keinen nennenswerten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit einer Hauptverkehrsstraße für den Kfz-Verkehr (Umweltbundesamt).

"Bei Tempo 30 benötige ich viel mehr Zeit für die Ortsdurchfahrt"

In der Praxis wurden bei Messfahrten Reisezeitverluste an Tempo-30-Strecken von 0 bis 4 Sekunden je 100 Meter festgestellt. (Umweltbundesamt).

"Sind Fahrzeuge bei Tempo 30 nicht ähnlich laut wie bei Tempo 50, weil sie in einem niedrigeren Gang fahren? Und ist eine Abnahme des Lärmpegels um bis zu 3 Dezibel [dB(A)] überhaupt wahrnehmbar?"

Tempo 30 führt in der Mehrzahl der untersuchten Fälle zu wahrnehmbaren Lärmentlastungen. Dazu tragen vor allem nachts auch die geringeren Lärmspitzen bei. (Umweltbundesamt).

"Tempo 30 führt dazu, dass Autofahrer Schleichwege durch Wohngebiete nehmen"

Bisherige Tempo-30-Anordnungen haben den vorliegenden Untersuchungen zufolge nicht zu nennenswerten Schleichverkehren geführt. (Umweltbundesamt).

"Tempo 30 führt nicht zur Verringerung von Abgas- und Feinstaubemissionen"

Langjährige Messreihen an Berliner Hauptverkehrsstraßen ergaben eindeutige Minderungen der untersuchten
Schadstoffe Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub (PM10) und elementarer Kohlenstoff (EC)
(Umweltbundesamt).

 

Die Bürgerinitiative Unterkochen kämpft gegen die Erweiterung der Zubringerstraße mitten durch den Ort und setzt sich für eine umwelt- und menschengerechte Alternative ein.

Unsere Arbeit ist noch lange nicht getan. Wer aktiv bei uns mitmachen will, kann sich gerne bei uns melden.
Schreibt eine Email an: info@BI-Uko.de

 

Die Informationen über vermeintliche und wirkliche Kosten der Tunnelvariante findet ihr jetzt hier:

Informationen über die Tunnelvariante

 

 

Nächstes offenes Treffen der BI:

Termin wird hier bekanntgegeben
Naturfreundehaus am Brand
Unterkochen


Wer sich informieren  oder sogar bei uns mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen.
Wer kommen will, bitte kurz per Mail Bescheid geben, damit wir genug Platz haben.